Tag 9 (31.10.05):
Nach dem Aufstehen fahren wir noch einmal kurz nach Stellenbosch, um uns die im Reiseführer als sehr hübsch bezeichnete Stadt noch ein wenig anzusehen. Naja, sonderlich beeindruckt bin ich auch
von dieser Stadt ehrlich gesagt nicht. Ein paar schöne Häuser, aber sonst?!
Auf unsere nächste Station hat sich Anne die letzten Tage schon wahnsinnig gefreut: Whale Watching in Hermanus.
Natürlich fragen wir uns auf dem Weg dorthin, ob wir Glück haben und ein paar dieser wunderschönen Riesen der Meere zu Gesicht bekommen werden. Eine Freundin von Anne war vor einiger Zeit in Hermanus
und hat in drei Tagen keinen einzigen Wal gesehen. Das wäre für Anne der absolute Super-GAU!!
Aber schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Hafen wissen wir, dass uns dieses Schicksal nicht ereilen wird. Aus der Ferne sehen wir bereits die ersten Wale aus dem Wasser auftauchen und mit einem großen
Platschen wieder im Meer versinken. Wir beeilen uns, um dieses Schauspiel endlich aus nächster Nähe verfolgen zu können.
Es ist wirklich absolut beeindruckend, wie hoch die Meeessäuger aus dem Wasser springen, und wunderschön zu sehen, welch einen glücklichen und lebensfrohen Eindruck sie dabei machen!
Zwei Stunden stehen wir am Strand und schauen den Walen zu, wie sie übermütig im Wasser plantschen und dabei manchmal bis aus 20 Meter an die Klippe herankommen. Ein Anblick, der unglaublich
ergreifend und faszinierend ist.
Badespaß in der Bucht von Hermanus
Nur mit Mühe kann ich Anne dazu bewegen, sich loszureißen, um die Weiterfahrt anzutreten. Aber da es ja in diesem Land so unglaublich früh dunkel wird, haben wir für die Fahrten nur wenig Zeit und
müssen weiter, wenn wir unser Date mit dem Otter Trail einhalten wollen.
Da wir es nicht mehr rechtzeitig schaffen, vor der Dunkelheit unsere anvisierte Tagesetappe "De Hoop Nature Reserve" zu erreichen, schlagen wir unser Zelt auf dem Camping Platz in dem absolut
unspektakulären Nest Bredasdorp auf.
Die Waldläufer