Tag 4 (14.02.08):

Tja, es ist eigentlich nicht wirklich überraschend, dass sich über das ganze Tal dunkle Regenwolken ausbreiten, aus denen es ununterbrochen wie aus Eimern gießt. Wir sitzen am Frühstückstische und schauen traurig auf unsere vorbereiteten Badesachen.

 

Nach kurzer Beratschlagung beschließen wir, uns ein Mietauto zu nehmen und zu dem nicht weit entfernten Informationszentrum des "Garajonay"-Nationalparks zu fahren.

 

Mit einem alten Opel, der mit 20 Euro äußerst günstig war, fahren wir von Hermigua über Agulo zum Besucherzentrum, an dem wir auf einige Touristenbusse treffen.

 

Das Zentrum ist nett gemacht, aber relativ klein und bietet wenige Informationen über die Entstehungsgeschichte der Insel sowie deren Flora und Fauna, die wir nicht schon aus unserem Reiseführer kannten. 

Dreidimensionales Höhenprofil der Insel

Wir schauen uns noch ein bißchen in dem angegliederten Museum um und fahren dann wieder zurück nach Hermigua.

 

Es ist inzwischen schon Nachmittag, als wir in Hermigua ankommen. Das Wetter hat ein wenig aufgeklart und so spazieren wir, nachdem wir unseren Mietwagen wieder abgegeben hatten, noch ein wenig durch das Städtchen. (wobei uns eh nichts anderes übrig geblieben wäre, da wir anders nicht von der Mietwagenfirma zu unserem Appartement gekommen wären)

Das ehemalige Kloster Santo Domingo de Guzman
Appartementanlage "Los Telares"

Abends bereiten wir uns einen kulinarischen Gaumenschmaus der Extraklasse zu: gefriergetrocknetes Chili Con Carne mit Rohkost.

 

Während des Essens fällt Anne auf, dass wir heute vor zwölf Jahren zusammengekommen sind.

 

Wir sehen uns an, dann auf das Essen. Einen kurzen Augenblick später brechen wir beide in schallendes Gelächter aus.

 

Eigentlich sollte ich ja jetzt ein schlechtes Gewissen habe, dass ich Anne nicht in ein schickes Restaurant mit Candle-Light-Dinner ausführe, wo wir bei sanfter Musik uns tief in die Augen schauen. Aber ich weiß, dass Anne das hier alles mindestens genauso toll findet. Unter anderem dafür liebe ich sie so sehr.