Inseldurchquerung La Gomera, 10.-23.02.08 (Kanarische Inseln/Spanien)

Wild, einsam, warm - bei diesen Schlagworten in einem Artikel der Zeitschrift Outdoor wurden wir hellhörig. Klingt doch sehr vielversprechend als Winterflucht. Nach einigen Internet-Recherchen bzgl. Klima und genereller Trekkingtauglichkeit wurde dann auch prompt der Flug gebucht. Die Tourenplanung führte ich zu großen Teilen mit Google Earth und der digitalen Kompass Karte „La Gomera" durch. Auch in meinem Stammforum "outdoorseiten.net" fand ich einige Erfahrungsberichte früherer Reisenden und bekam hilfreiche Antworten auf meine Fragen, die sich natürlich vorrangig um die Wasserbeschaffung vor Ort drehten. 

 

Wer sich noch intensiver mit dem Thema "La Gomera" beschäftigen möchte, dem seien die Seite "Mit Rucksack" und das "La Gomera-Forum" ans Herz gelegt.

Am Sonntag, 10.02.08, ist es dann endlich soweit: Nachdem wir, d.h. meine Frau Anne und ich, zuerst von München nach Teneriffa geflogen sind, fahren wir anschließend dort mit dem Bus vom Flughafen zum Hafen der Touristenhochburg Los Christianos, von wo aus wir schließlich mit der Fähre nach San Sebastian de la Gomera übersetzen.

 

Auf der Fähre, dem Garajonay-Express, wird mir dann auch gleich mal so richtig schlecht. Die Fähre verfügt lediglich über Innensitzplätze, von denen es durch die dreckigen Scheiben nicht mal möglich ist, nach draußen zu sehen. So schließe ich einfach meine Augen und verbringe die 45-minütige Überfahrt damit, zu hoffen, dass das Elend bald ein Ende haben wird.

 

Mit wackligen Beinen wanke ich nach unserer Ankunft um 19:15 Uhr in San Sebastian nach draußen auf das Hafengelände. Als ich wieder festen Boden unter den Füßen habe, beruhigt sich mein Magen auch ziemlich schnell wieder und wir schlendern zufrieden bei angenehm milden Temperaturen durch die Dunkelheit Richtung „Innenstadt". Dort checken wir im Hotel „Torre Del Conde" ein und gehen noch im Restaurant gegenüber einen Happen essen. Bei einer leckeren Paella fällt uns der Urlaubseinstieg sehr leicht. Im Hotel packe ich noch unsere Rucksäcke, während Anne bereits selig vor sich hin schlummert.