Heringe
Der Wahl des richtigen Herings (Zeltnagel) will besonder Aufmerksamkeit geschenkt werden, da sie ein Garant für die Stabilität des Zelts und damit auch für die Sicherheit auf Tour sind. An den Heringen sollte man also auf jeden Fall mal nicht sparen, denn es gibt wenig nervigeres, als nach oder während der Tour einen verbogenen oder abgebrochenen Hering nach dem anderen wegwerfen zu müssen.
links U-Profil-, rechts V-Profil-Hering
Bei den meisten Zelten werden von namhaften Obere-Mittelklasse-Herstellern wie Exped, Vaude oder Wechsel recht brauchbare U- oder V-Profil-Heringe mitgeliefert, welche für die meisten Bodenbegebenheiten absolut ausreichend sind.
Ein wichtiges Kriterium für einen guten Hering ist für mich jedoch eine hinten angebrachte Schnur, mittels derer man den Hering wieder leicht aus der Erde ziehen kann. Das Herausziehen eines eingetrockneten Herings mit den bloßen Händen kann an den scharfen Kanten zu schmerzaften Verletzungen führen und auch die Technik mittels eines zweiten Herings war mir immer etwas zu riskant für die Finger.
Auf der Suche nach dem für mich perfekten Hering bin ich auf den Easton Tentpeg gestoßen. Nicht zuletzt auf Grund des recht hohen Preises hatte ich dementsprechend sehr hohe Erwartungen an diese Heringe.
Diese wurden jedoch leider enttäuscht.
Obwohl der Hering an sich recht stabil ist, leicht in die Erde fährt und dort auch gut greift, sind mir beim Herausziehen aus der Erde bereits bei zwei Heringen die silbernen Kappen abgerissen. Und dies passierte bei normalem Wiesenboden! Die Kappen lassen sich danauch auch nicht mehr am Schaft fixieren. Der Hering ist also vollständig unbrauchbar geworden.
Außerdem brach ein weiterer Hering wie ein Streichholz ab, als Anne nachts darüber stolperte, was meiner Vermutung nach an der hohlen Form des Herings liegt.
Mir ist bei dieser Verlustrate die Gefahr zu groß, dass ich irgendwann auf Tour ganz ohne Heringe dastehe.
Den nächsten Versuch werde ich mit den MSR Ground Hog II Heringen wagen. Leider habe ich diese noch nicht erhalten, da sie mir erst Ende August aus den USA mitgebracht werden. Hauptsache ist jedoch, dass wir sie noch rechtzeitig bekommen, um sie auf unserer Tour durch den Rondane Nationalpark (Norwegen) zu testen.
Die Reviews aus den USA lesen sich ganz gut...
Die Waldläufer